Resonanz-Prüfpunkt
Schnellprüfung: Antwortet dieses System, dieser Mensch, diese Institution wirklich – oder wird Resonanz nur simuliert?
Grundunterscheidung: Echte Resonanz verändert beide Seiten. Simulative Resonanz verändert keine. Ein System, das antwortet ohne sich zu verändern, simuliert. Ein Mensch, der zuhört ohne aufzunehmen, simuliert. Die Prüfung sucht nach diesem Unterschied.
Indikator 1 – Veränderung: Hat sich durch den Kontakt etwas verändert? Nicht: wurde eine Antwort gegeben. Sondern: wurde eine Wirkung erzeugt?
Indikator 2 – Offenheit für Überraschung: Könnte das System anders reagieren, als es üblicherweise reagiert? Gibt es Raum für das Unerwartete – oder läuft alles nach Schema?
Indikator 3 – Selbstbeteiligung: Beteiligt sich das System an dem, worüber es kommuniziert? Oder kommuniziert es von außen über Sachverhalte, die es nicht berühren?
Sieben Prüffragen: 1. Wird mein Anliegen inhaltlich beantwortet – oder formal bestätigt? 2. Verändert sich die Reaktion, wenn ich neue Informationen hinzufüge? 3. Gibt es eine Person, die Verantwortung trägt – und benannt werden kann? 4. Erzeugt der Kontakt Wirkung, die ich nicht vorhersagen konnte? 5. Bleibt nach dem Kontakt Orientierung – oder nur Verwaltung? 6. Wird das Unangenehme angesprochen – oder ausgeblendet? 7. Erfahre ich mich als Subjekt oder als Fall?
Auswertung: Weniger als 4 Ja-Antworten: Resonanzarmut wahrscheinlich. Weniger als 2: systemischen Resonanzverlust prüfen.